Neues aus Gigricht

Kultur | HELMUT GOLLNER | aus FALTER 03/04 vom 14.01.2004

LITERATUR Vladimir Vertlib weiß viel und erzählt gut. Mit seinem Roman "Letzter Wunsch" setzt er seine jüdische Kulturgeschichte fort. 

Man sollte über Autoren wie Vladimir Vertlib, Radek Knapp, seit neuestem Dimitré Dinev und andere so genannte Migranten nicht reden, ohne die prinzipielle Genugtuung über den kulturellen Zuwachs an Europagehalt zu artikulieren, den ihr Schreiben für uns bedeutet. Die Politik, also Ökonomie, macht aus Europa nur die Europäische Union. Der aus St. Petersburg stammende, 1966 geborene und seit über zwanzig Jahren in Österreich lebende Vladimir Vertlib ist in dieser Hinsicht wohl der wichtigste Beiträger. Er bringt in seinen sachlich wie literarisch hochkompetenten Romanen ein dicht auserzähltes Panorama europäischen Judentums ein, in dem Geschichte und Aktualität, Anteilnahme und Ironie, Apologie und Kritik unteilbar miteinander verbunden sind.

  Der eher einzelgängerische, verschlossene Gabriel Salzinger möchte den letzten Wunsch seines


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