KUNST KURZ

Kultur | NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 03/04 vom 14.01.2004

Wien ist derzeit kalt und grau, aber die Bawag Foundation bietet einen Stimmungsaufheller an. Dort breitet der israelisch-dänische Künstler TAL R, Jahrgang 1967, seinen sehr sympathischen, hippiesken Kosmos aus (bis 28.2.). TAL Rs Ruvre wird der Beschreibung "Mixed Media" mehr als gerecht: Mal näht er bunte Textilstreifen zu fahnenartigen Wandbildern zusammen; mal dienen ihm Karton, Alufolie und Neonröhren zum Bau eines "Mothership", aus dem die rührenden Stoffpolypen gekrabbelt zu sein scheinen, die im Raum auf Sockeln sitzen. Außerirdische kommen auch in den zahlreichen Zeichnungen vor, mit denen TAL R das Souterrain - wirklich sehenswert - ausgekleidet hat. Raum- und Körperwahrnehmung werden dort witzig mit Zeitungsbildern von Schwangerschaftsgymnastik, Kritzeleien futuristischer Städte und unterirdischer Terroristenquartiere erkundet.

  Auch die Intimität von Edgar Honetschlägers abgedunkelter Schau in der Charim Galerie (bis 7.2.) kann als tröstlich empfunden werden; eine


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