Liebe Leserin, lieber Leser!

Vorwort | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 04/04 vom 21.01.2004

Fotografen sind die mächtigsten Menschen der Welt - sie können alles mit einem machen. Deswegen sind sie auch gerade von jenen gefürchtet, die um die Macht der Bilder wissen. "Fotografen sind eine Qual", befand denn auch Filmregisseur Michael Haneke, als er sich im Café Eiles plötzlich Heribert Corn gegenüber sah und zum Shooting ins Freie gebeten wurde. Aber Fotografen im Allgemeinen und Corn im Besonderen haben eine unwiderstehliche Art zu bitten. "Das hat nichts mit Koketterie zu tun, es ist mir das Unangenehmste, fotografiert zu werden", wandte Haneke noch ein, tat wie geheißen und zeigte sich hernach auch dankbar, dass Corn nicht lange brauchte, obwohl widrige Windbedingungen Hanekes Haupthaar immer wieder aufwühlten. Das Coverfoto ist dennoch wunderbar geworden, und im Blattinneren lacht Haneke ja auch wieder, weil ihm Michael Omasta so pfiffige Fragen gestellt hat (Seite 22).

Das Tier geht, die Stadt bleibt. Nach der von Felicitas Kruse fotografierten Serie "Das Tier bei mir"

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