Vorbild mit Folgen

Politik | MARKUS MARTERBAUER | aus FALTER 04/04 vom 21.01.2004

STEUERREFORM Die Weichen für die Steuerreform sind gestellt. Was würden eigentlich die Ökonomen Hayek und Keynes davon halten? 

Die Auseinandersetzungen um die Steuerreform sind gelaufen. Wirklich ausgezahlt hat sich das intensive politische Lobbying vor allem für die Großunternehmen, die Industriellenvereinigung jubelt mit Recht über die Regierungsbeschlüsse. Der Steuerstandort Österreich wurde merklich verbessert, für den Wirtschaftsstandort dürfte sich wenig geändert haben. Auf der anderen Seite hat bei den Interessenvertretungen der Arbeitnehmer das Wundenlecken eingesetzt. Die Steuersenkung 2005 wird für viele unselbstständig Beschäftigte kaum spürbar sein und kann die Steuererhöhungen der letzten Jahre nicht kompensieren, nur der obere Mittelstand profitiert nennenswert. Manche Einkommensgruppen werden durch die kräftige Erhöhung der Energiesteuern und der Krankenversicherungsbeiträge im Zuge der beiden Reformetappen 2004/2005 insgesamt sogar zusätzlich belastet.


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