Im Wiener Dunkelfeld

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 04/04 vom 21.01.2004

SICHERHEIT Steigende Kriminalität, sinkende Aufklärung. Doch das Volk fühlt sich sicher. In einer aktuellen Studie haben Kriminalsoziologen die Angst des Wieners vor dem Bösen ergründet und international verglichen. Populisten werden staunen.

Früher, erzählt der Polizeibeamte von der Funkstelle, gab es "ein Rauberl am Tag". Wenn es hoch herging. "Letztens waren's fünf, da wird dir langsam schlecht." Früher, so erzählt sein Kollege, ging es auf dem Wachzimmer im ersten Bezirk anders her. Jetzt sieht man dort immer mehr Ausländer sitzen. An einer Hand angekettet, warten sie auf ihre Einvernahme. Zuerst muss einmal das gestohlene Geld gezählt werden. 4000 Euro waren es neulich. Früher hörte man auch in den Kellern der Justizanstalt Josefstadt andere Töne. Ein Gefangenenchor junger Nigerianer setzt heute singend Eiskratzer im Akkord zusammen.

  Wo man nur hinsieht: Früher war alles ganz anders. Die Kriminalitätsstatistik gibt den Mahnern - auf den ersten Blick - Recht. Allein


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