Inländer raus!


NINA HORACZEK
Politik | aus FALTER 04/04 vom 21.01.2004

RASSISMUS Entgegen den Vorgaben der EU hat Österreich kein Anti-Diskriminierungs-Gesetz."Inländer" darf trotzdem nicht im Anzeigenteil stehen. 

Eine musste bereits in die Tasche greifen. Nicht sehr tief, aber doch: 175 Euro kostete die Besitzerin eines Cafés in Favoriten der "Nur Inländer"-Zusatz in ihrer Jobannonce. Seit vergangenen Juli hat die Organisation "ZARA" (Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit) Briefe an achtzig Geschäftsleute und Immobilienbüros geschickt, die in ihren Anzeigen nur Inländer suchten. "Wir haben etwa dreißig Stellungnahmen von Leuten erhalten, die sich für ihr Inserat entschuldigt haben", erzählt ZARA-Mitarbeiterin Xiane Kangela. Viele wüssten gar nicht, dass sie etwas Unerlaubtes tun: "Es ist überraschend, wie wenig informiert zahlreiche Geschäftsleute sind".

  Tatsächlich ist eine solche Form der Diskriminierung schon seit langem nicht legal - nur kümmert das niemanden. Das "Übereinkommen zur Beseitigung rassistischer Diskriminierung" ist

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige