Aus fürs "Wagner-Jauregg"?

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 04/04 vom 21.01.2004

NS-MEDIZIN Nachdem der "Falter" über die Nazi-Vergangenheit des Nobelpreisträgers Wagner-Jauregg berichtete, wird über die Umbenennung der Landesnervenklinik gestritten. 

Einer hat sich schon entschieden: "Im 21. Jahrhundert sollte keine Zeit mehr für Denkmalstürmer sein", findet der oberösterreichische FPÖ-Klubobmann Günther Steinkellner. "Der Name Wagner-Jauregg sollte deshalb auch weiterhin von der Landesnervenklinik getragen werden."

  Seit der Falter berichtete, dass der gefeierte Psychiater und Nobelpreisträger Julius Wagner-Jauregg schon vor 1938 die Nationalsozialisten in der Illegalität unterstützte und als vehementer Verfechter eines Anschlusses an Nazideutschland auftrat, gehen in Oberösterreich die Wogen hoch. Denn auch als Rassenhygieniker machte sich Wagner-Jauregg, der in einem Ehrengrab am Wiener Zentralfriedhof gleich neben dem Widerstandskämpfer und ehemaligen SPÖ-Bundeskanzler Bruno Kreisky begraben ist, einen Namen. Der Völkische Beobachter etwa schrieb


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