Dreimal kurz gelacht

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 04/04 vom 21.01.2004

KUNST Das Wiener Künstlerduo Julius Deutschbauer/Gerhard Spring nimmt den Begriff Servicekünstler wörtlich und dient der Gesellschaft. Am Theater haben sie damit mehr Erfolg als in der Kunst. 

Zwei Männer sind mitunter lustiger als einer allein. So ist das bei Don Quichotte und Sancho Pansa. Auch von Bud Spencer/Terence Hill oder Simon & Garfunkel kann man sagen, dass der eine ohne den anderen weniger als halb so lustig wäre. Eine nicht unwesentliche Komponente der Komik ist das Herr-Knecht-Verhältnis solcher Konstellationen; für den Zuschauer ist meist der dicke Herr doofer als der doofe Knecht.

  Beim humorigen Wiener Künstlerduo Julius Deutschbauer und Gerhard Spring ist eine derartige Rollenzuordnung schwierig, denn beiden macht das Dienen Spaß. "Der schöpferische Künstler wird zum Idealberuf der Wirtschaft. Der Künstler hingegen übernimmt das kameralistische Idealbild vom Diener, der die Selbstaufgabe als Lustgewinn auffasst", sagt Gerhard Spring, der mehr aus Jux denn


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