Der Schreibtischtäter

Politik | GERALD JOHN und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 05/04 vom 28.01.2004

PRÄSIDENTSCHAFT Pünktlich zum Wahlkampfauftakt bringt "Skandalautor" Ernst Hofbauer eine vernichtende Fischer-Biografie heraus. Eine persönliche Abrechnung? Oder ein Auftragswerk der ÖVP? 

Es ist Freitagnachmittag, dennoch kommt am Tisch im Café Ronacher, wo zwei Parteifreunde über die kommenden Präsidentenwahlen plaudern, keine Wochenendstimmung auf. "Bei uns in der ÖVP läuft es nicht wirklich gut", klagt der eine: "Die Jungen wissen nicht mehr, wer Heinz Fischer wirklich war." Dann schiebt er ein Buch über den Kaffeehaustisch. Sein Gegenüber, der Autor Ernst Hofbauer, blättert interessiert darin. Es handelt sich um die vor Jahren erschienene Abrechnung eines alten Sozialdemokraten mit einem prominenten Genossen - ein Buch Norbert Lesers mit einem Kapitel über Heinz Fischer. Welcher ÖVP-Mann ihm das Werk an jenem Nachmittag ans Herz gelegt habe? Hofbauer: "Es war ein Unterläufel."

  Das ganze Wochenende zerbricht sich Hofbauer den Kopf. Am Montag, den 27. Oktober, setzt


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