Wenn Kakerlaken weinen

NINA HORACZEK | Medien | aus FALTER 05/04 vom 28.01.2004

FERNSEH-TIERE Daniel Küblböck kann sich nach der RTL-Dschungel-Show vom Psychotherapeuten behandeln lassen. Aber wer hilft den tausenden armen Vielbeinern, den Kulturschock zu überwinden? 

Einen Atomkrieg stehen sie durch, ohne mit der Antenne zu wackeln. Aber das war zu viel: Ein gemeinsames Bad mit der 56-Kilo-Nervensäge ließ den Chitinpanzer knacken. 30.000 Küchenschaben fielen vergangene Woche auf Daniel Küblböck, der vergangenes Jahr als schlechtester Sänger und trotzdem Drittplatzierter in der RTL-Show "Deutschland sucht den Superstar" zum Fast-Star avancierte. Nun durfte Küblböck in einer anderen Sendung des Privatsenders auftreten: Beim Dschungelabenteuer "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!" mussten zehn deutsche Sternchen in der australischen Wildnis Käfern die Köpfe abbeißen, Mehlwürmer schlucken, den Kopf in ein Schlangenterrarium stecken, ihre Hosen mit Blatthornkäfern und Radnetzspinnen füllen oder mit Vogelfutter beschmiert durchs Straußengatter laufen.

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