FERNSEHEN

Medien | JULIA ORTNER | aus FALTER 05/04 vom 28.01.2004

"Starmania" hat dem Land nichts Bleibendes hinterlassen - außer Boris Uran. Der immer grundlos fröhliche Kärntner Bauernbub (Motto: "Gas geben!") wurde Dritter der ersten Staffel und ist jetzt anscheinend Moderatoren-Nachwuchshoffnung der ORF-Unterhaltung ("Play Music") - eine fatale Fehleinschätzung. Das weiß jeder, der Boris' extrem peinlichen Interviewversuch beim "Starmania NG"-Finale mit anschauen musste: Der Typ kriegt keinen geraden Satz, geschweige denn eine ordentliche Frage raus, außer breitbeinig dahocken, blöd dazwischenquatschen und sein Visavis ständig abtatschen (in dem Fall aber kein Schaden, Interviewpartnerin Arabella Kiesbauer leidet selbst unter chronischer Anlassigkeit) hat Uran nichts drauf. Der Fernsehbub leidet am Oliver-Auspitz-Syndrom: Auch so ein Unterhaltungsjungstar ("Vizit"), der nur mittelmäßig ist und nichts hat. Keinen Schmäh, keinen Charme, keinen Geist, keine Bosheit, nicht mal gutes Aussehen. Sehr passend, dass gerade diese zwei Spaßkanonen die diesjährige Songcontest-Ausscheidung gemeinsam moderieren werden. Da wären ja noch Adi und Edi besser. Das sind die Sportheinis aus der Toto-Werbung.


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