How the West was won

Kultur | MICHAEL LOEBENSTEIN | aus FALTER 05/04 vom 28.01.2004

FILM Mit "Open Range" hat Kevin Costner nach "Dances with Wolves" seinen zweiten klassizistischen Western gedreht. 

Ob der Western als Genre jetzt tot oder doch gerade wieder einmal wiedergeboren ist, spielt für "Open Range" ("Weites Land") nicht wirklich eine Rolle. So antizyklisch (oder idiosynkratisch) wie der Schauspieler, Produzent und Regisseur Kevin Costner gebaren sich im amerikanischen Unterhaltungskino nur wenige Autoren, allen voran Clint Eastwood. Was Costner mit diesem teilt, ist die Vorliebe für ein beinahe altmodisches Beharren auf klassischem Geschichtenerzählen und eine narzisstische, wenngleich gebrochene Darstellung männlichen, heroischen Individualismus.

  Diesen Archetypus hält der Western als Genre - also als ein "Pool" an Figuren, ethischen Grundlagen und Konfrontationen - traditionell bereit. In diesem Sinne ist auch der "revisionistischste" Western (fälschlicherweise gerne "Antiwestern" genannt) klassizistisch: insofern, als seine Motive - Landnahme, Individuum


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