Gute Unterhaltung mit Adalbert Stifter

Kultur | KLAUS TASCHWER | aus FALTER 05/04 vom 28.01.2004

FILM Kurt Palm, der unkonventionellste Literaturvermittler der Nation, hat eine irrwitzige Dokumentation über Leben, Werk und Sterben von Adalbert Stifter gedreht. 

Nein, "Der Schnitt durch die Kehle" ist nicht wirklich ein Schocker. Obwohl am Ende dieses Films ein solcher Schnitt tatsächlich passiert, und zwar auf einigermaßen grausige Art und Weise: Der Pathologe Hans Bankl durchtrennt einer richtigen Leiche den Kehlkopf. Damit soll gezeigt werden, warum Adalbert Stifters Selbstmordversuch im Jänner 1868 nicht unmittelbar Wirkung gezeigt haben konnte. Für einen solchen Halsschnitt ist nämlich viel Kraft von Nöten, die der sieche Dichter gewiss nicht mehr hatte. Weshalb er erst zwei Tage später starb.

  Kurt Palm, Obmann des legendären Sparvereins "Die Unzertrennlichen" und Erfinder der "Netten Leit Show", hat sich in seiner bisherigen Karriere wiederholt als origineller Literaturvermittler verdient gemacht. Der promovierte Germanist veranstaltete Happenings unter anderem über


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