Rebel without a Cause

Kultur | aus FALTER 05/04 vom 28.01.2004

FILM Das Filmmuseum zeigt erstmals das Gesamtwerk des US-Regisseurs Nicholas Ray. "Falter"-Autoren beschreiben ihre Lieblingsfilme des großen Hollywood-Außenseiters.

Nicholas Ray (1911-1979) gehörte zu den großen Individualisten des amerikanischen Kinos; seine Regiekarriere zu den kürzesten von Hollywood, dessen Niedergang sich in den Filmen, die er zwischen 1948 und 1958 drehte, bereits widerspiegelte. Sie erzählen vom Ende des traditionellen Genrekinos, von schwachen Männern und kompromisslosen Frauen, von gesellschaftlichen Problemen, die erst in den Sechzigerjahren wirklich explodierten - so zum Beispiel auch seine berühmteste Arbeit, "Rebel without a Cause" (1955) mit James Dean.

  "Das Kino", bemerkte Jean-Luc Godard einmal, "das ist Nicholas Ray." Godard wäre ohne ihn nicht Godard, Rivette nicht Rivette, Scorsese nicht Scorsese - und Wim Wenders, der Ray mit "Lightning over Water" ein zweifelhaftes filmisches Denkmal setzte, vermutlich gar nichts.

"They Live by Night"

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