Highsmith in Hohenems

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 05/04 vom 28.01.2004

LITERATUR Michael Köhlmeier hat einen Roman geschrieben, der keiner ist, aber dennoch die Lektüre lohnt. 

Michael Köhlmeier hat einige Romane, hauptsächlich aber viele Stories, Erzählungen, Geschichten geschrieben - und wer die Titel seiner letzten fünf Bücher auswendig kann, ist entweder ein echter Fan, Literaturwissenschaftler oder Michael Köhlmeier. Das spricht alles weder gegen den Autor noch gegen seine Leser. Köhlmeiers jüngstes Buch heißt "Roman von Montag bis Freitag" und ist - selbst bei laschester Auslegung des Genres - so wenig ein Roman wie ein Sonettenkranz oder ein Beinbruch. Auf dem Deckblatt ist denn auch von "38 Stories" zu lesen, und der Klappentext erklärt uns, dass die vielen Geschichten "zusammen eine Welt" ergeben: "Nur wer sein Handwerk perfekt beherrscht, kann so, mit wenigen Strichen, die Welt erzählen: Wir erleben den Autor auf einem Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens." Dazu kann man nur sagen: Das Gegenteil ist auch nicht wahr.

  38 Geschichten,


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