SPIELPLAN

Kultur | C. WURMDOBLER / K. CERNY | aus FALTER 05/04 vom 28.01.2004

Die Handlung beim klassischen Ballett ist meist bescheuert. Und sie wird auch nicht weniger bescheuert, wenn man sich eine komplett neue ausdenkt, wie es der Norweger Jo Stroemgren mit Tschaikowskys "Nussknacker" in der Volksoper getan hat. Dass sich dort das Stammpublikum über die seltsame Geschichte um ein seltsames Weihnachtsgeschenk und ein noch seltsameres Mädchen aber teilweise doch sehr aufregt, ist nicht nachzuvollziehen. Dirigentin Elisabeth Attl lässt das Volksopernorchester mitunter richtig swingen, Stephan oestensens Bühnenbild - einmal von vorn, einmal von hinten zu sehen - ist nett anzuschauen, und das Wiener Staatsopernballett zeigt in der Außenstelle am Gürtel, wie toll es springen kann. Wer Spaß hat an Kampfhundmaskottchen mit Halskrause, Tänzern mit Schleudertrauma und dicken Joggern, die vor Anstrengung sogar brechen müssen, sollte sich diesen "Nussknacker" geben. Unremixed ist so ein Tschaikowsky-Ballett nämlich gar nicht so übel. Selbst wenn die Handlung


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