Wie man wird, was man ist

Kultur | NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 05/04 vom 28.01.2004

KUNST Lisl Ponger wurde als Filmemacherin und Fotografin bekannt. Heute ist sie bildende Künstlerin und präsentiert ihren neuen Film "Phantom Fremdes Wien" im Wien Museum. 

Als im Frühjahr 2002 bekannt wurde, dass Lisl Ponger die einzige österreichische Künstlerin auf der Documenta 11 in Kassel sein würde, herrschte ziemlich viel Unmut in der heimischen Kunstszene. Die einen kannten die 1947 geborene Wienerin als Filmemacherin, deren avancierteste Arbeiten aus den Achtzigerjahren stammten; den anderen galt sie vor allem als Dokumentaristin der "Doppleranarchie" und des "Fremden Wien".

  Als bildende Künstlerin war die Mitbegründerin von Six Pack Film und Gastprofessorin an der Angewandten bisher kaum wahrgenommen worden. Dabei zieht sich die Beschäftigung mit Kolonialismus und kultureller Identität wie ein roter Faden durch Pongers Werk, und gerade diese Thematiken bildeten den Schwerpunkt von Okwui Enwezors Kasseler Kunstschau. Mit ihrer jetzigen Ausstellung "Phantom Fremdes


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