Die große Lüge

RAIMUND LÖW | Vorwort | aus FALTER 06/04 vom 04.02.2004

AUSLAND George Bush entschied sich aus freien Stücken für den Irakkrieg. Die Geheimdienste und Tony Blair sind ihm dabei gefolgt. 

Über eine Erkenntnis des so genannten Geheimdienstdebakels rund um die irakischen Massenvernichtungswaffen kann man durchaus erfreut sein: Die Öffentlichkeit ist bei weitem nicht so leichtgläubig, wie ein staatstreuer Lordrichter und zwei in die Defensive gekommene Regierungen glauben machen wollen. Für Tony Blair könnte sich der spektakuläre Freispruch des Hutton-Reports noch als Pyrrhussieg erweisen. Das Publikum schätzt keine Weißwaschaktionen. Besonderns dann nicht, wenn mit den Aussagen des amerikanischen Waffeninspektors David Kay in der Sache selbst zur gleichen Zeit das bisher vernichtendste Urteil über den offiziellen Grund für den Irakkrieg gefällt wurde. Und George Bush wird einer unangenehmen Untersuchung zum Irak ausgerechnet im Wahljahr nicht entgehen können.

  Dass an den Falschaussagen der Regierungen in Washington und London

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