Noch ein Grenzfall

Politik | NINA HORACZEK und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 06/04 vom 04.02.2004

ASYL Schon wieder wurden Tschetschenen in Gmünd "eingeladen", nach Tschechien "zurückzukehren". Mit großem Erfolg. Haben die Beamten mit Druck nachgeholfen - und dadurch das Gesetz verletzt?  So etwas hat der Beamte noch nie erlebt: Es ist Mitternacht. Plötzlich kommen drei Dutzend Gestalten auf seinen Grenzposten zu. Männer, Frauen, Kinder - mit kaum Gepäck. Den Grenzbalken ignoriert die Gruppe, sie beschleunigt sogar ihren Schritt. "Stopp!", "stoi!", schreit der Gendarm verzweifelt. Doch der Tross hört nicht auf ihn. Hastig tastet der Beamte nach seinem Funkgerät, fordert Verstärkung an. Binnen weniger Minuten sind neun Streifen zur Stelle. Insgesamt 18 Mann.

  Doch da ist es schon passiert. Die "illegalen Grenzgänger" sind längst auf österreichischem Boden. Erst 200 Meter nach der Grenze, nachdem die Schar eine Brücke überquert hat, können die Beamten die Menschen anhalten. Mit Einsatzfahrzeugen umzingeln sie die Gruppe am Vorplatz einer griechischen Taverne. Der Polizeihund


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