Schwarzer Humor

Medien | EVA BAUMGARDINGER | aus FALTER 06/04 vom 04.02.2004

AFFÄRE Die ÖVP droht der rotzfrechen Satireseite raketa.at mit einer Klage, weil sie Benita und Benito in ein gemeinsames Bild packte. Sollen Scherze strafbar sein? 

Vergangene Woche hörte sich der Spaß auf. Gerald Demmel, Inhaber der Domaine raketa.at, bekam Post von der ÖVP. Der Anlass: Die Onlineplattform für politische Satire hatte eine E-Card ins Netz gestellt, die ÖVP-Präsidentschaftskandidatin Benita Ferrero-Waldner neben dem italienischen Diktator und Faschisten Benito Mussolini zeigt. Schriftzug: "Wer einmal schon für Benito war, wählt Benito auch in diesem Jahr" - eine Anspielung auf den Präsidentenwahlkampf 1957, als SPÖ-Kandidat Adolf Schärf mit dem Slogan "Wer einmal schon für Adolf war, wählt Adolf auch in diesem Jahr" geworben hatte.

  ÖVP-Anwalt Werner Suppan findet die Verballhornung des Vornamens der schwarzen Außenministerin gar nicht lustig. Die Darstellung übersteige "bei weitem jede Form der zulässigen politischen Kritik", argumentiert er: Sie


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