FERNSEHEN

Medien | JULIA ORTNER | aus FALTER 06/04 vom 04.02.2004

Kopflastige Teenager, die ständig an der Welt leiden und pseudointellektuell über die Qualen der Adoleszenz daherquatschen: Selbst hartgesottene "Dawson's Creek"-Seher haben davon nach ein paar Staffeln genug. Wenn der Ödbär Dawson, der vor lauter Verkopftheit schon mit 15 aussah wie ein Geheimratseckenträger mittleren Alters, zwanghaft über seine Filmemacherträume und die verfahrene Kinderliebe zu Rehauge Joey philosophiert, nervt das nur mehr. Aber jetzt, mit Beginn der neuen Staffel im ORF (Sa, 14.25 Uhr), zeichnet sich erstmals ein therapeutischer Durchbruch für die larmoyanten Nervensägen ab: Joey und Dawson haben Sex gehabt. Nicht nur darüber geredet und wie verletzlich sie sich gerade fühlen. Erfrischend, nach drei oder vier Jahren ist es auch Zeit geworden. Trotzdem muss man sich um die gequälten 19-Jährigen schon wieder Sorgen machen - die nächste Folge trägt den alarmierenden Titel "Immer das alte Lied", und man möchte es Dawson direkt in den Fernseher brüllen: Ja, Bub, die Pubertät ist die Hölle! Wir haben's schon lange kapiert! Werd erwachsen und mach endlich eine Therapie!


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