Kommentar

Wiener Theaterreform: Jetzt geht's los

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 06/04 vom 04.02.2004

Die von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny voriges Jahr eingeleitete Reform der Wiener Off-Theater-Förderung hat noch gar nicht richtig angefangen, und schon ist alles wieder wie immer. Auf eilig einberufenen Pressekonferenzen prangern freie Theaterschaffende die katastrophalen Auswirkungen der Reform an, kämpferisch rufen sie zum Verfassen von Manifesten auf. Die ersten Reaktionen sind aber nur ein erster kleiner Vorbote auf die Wellen der Empörung, die die Reform im Lauf des Jahres noch auslösen wird.

Noch ist ja fast nichts geschehen. Es wurden bloß - wie immer - die Projektförderungen für die erste Hälfte des Jahres 2004 vergeben; darüber, wer was und wie viel bekommt, haben diesmal aber erstmals nicht diverse paritätisch besetzte Beiräte, sondern die drei neuen Theaterkuratoren (Günter Lackenbucher, Uwe Mattheiß, Anna Thier) geurteilt, die Mailath-Pokorny zur Umsetzung der von ihnen selbst konzipierten Reform eingesetzt hatte.

Fast alle aus der Off-Szene begrüßen die


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