DIE Ö1-KLASSIKER

Streit um das Beste vom Besten

CARSTEN FASTNER | Kultur | aus FALTER 06/04 vom 04.02.2004

Das Schönste an kanonischen Zusammenstellungen größter Meisterwerke gleich welchen Genres ist für so genannte Laien, dass ihnen die Auswahl einer unverzichtbaren Grundausstattung abgenommen wird, und für Fachleute, dass man so herrlich über eben diese Auswahl streiten kann. Das gilt natürlich auch für die CD-Serie "Ö1-Klassiker", deren erster von insgesamt fünfzig "Bänden" soeben erschienen ist - und mit dem gleich die Chance verpasst wurde, eine Lanze für den unterschätztesten Komponisten des Landes zu brechen: Statt mit Haydn startet Universal Austria die von fünf Ö1-Musikredakteuren (Gustav Danzinger, Albert Hosp, Alfred Solder, Haide Tenner, Robert Werba) sorgfältig kuratierte Reihe ganz vorhersehbar mit - erraten: Mozart. In den kommenden Monaten folgen Alben mit Musik von Rachmaninow, Chopin und Strawinsky (Band 2), Gershwin, Bernstein und Prokofjew (3), Puccini (4), Schumann, Berlioz und Liszt (5), Bach (6), Beethoven (7), DvorÇák (8), Monteverdi (9), JanácÇek

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