Allein gegen die Mafia

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 06/04 vom 04.02.2004

THEATER Tragödie eines lächerlichen Mannes: "Haus, Frauen, Sex" mit Andreas Vitásek im Rabenhof. 

Eigentlich ist alles wie immer: Andreas Vitásek steht allein auf der Bühne und hält Monologe. Der Unterschied ist, dass er den Text diesmal nicht selbst geschrieben hat. Das Monodram "Haus, Frauen, Sex" stammt von Margit Schreiner und basiert auf dem vor drei Jahren erschienenen Roman der Linzer Autorin, in dem ein geschiedener Mann namens Franz mit seiner Exfrau Marie-Thérèse vulgo Resi (aber so darf er sie nicht mehr nennen!) abrechnet. Motto: "Ich weiß, dass du eine Schilddrüsenunterfunktion hast, aber das ist noch lange kein Grund, mich zu erpressen."

  Der arbeitslose Außenliftingenieur Franz ist im selben Alter wie Vitásek, 47, und am Ende: Frau weg, Kind weg, Job weg - nur das Haus ist ihm geblieben, aber das hat er doch nur für seine Familie gebaut ("weil ich nämlich nichts anderes brauche als eine Garage"). Ja, er hat zu trinken begonnen - wie übrigens auch der Edi,


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