Der Himmel auf Erden

MATTHIAS DUSINI | Kultur | aus FALTER 06/04 vom 04.02.2004

KUNST Eine prachtvolle Ausstellung im Kunsthistorischen Museum zeigt, wie flämische Künstler vor 400 Jahren das Sujet Landschaft entdeckten. 

Es ist wie im Traum: Weit hinten brechen gewaltige Meereswogen in den Hafen herein. Ein Stück gleißenden Sonnenlichts zerreißt die Gewitterwolken, ein fluoreszierender Lichtschleier liegt über der Stadt. Die Farben schillern blau, graublau, grün, hellgrün und rosa. In Stadtnähe lagert das Heer. Es ist in Aufruhr; Reiter reißen die Arme in die Höhe, die Menschenmasse verflüchtigt sich in den Staubwolken zur Geisterarmee. In Kontrast dazu steht die dunkle, unheimliche Felsmasse im rechten Teil des Bildvordergrunds. Diese sich überschlagende, den Raum nach oben und unten öffnende, mit harten Lichtkontrasten spielende Bildkomposition stammt vom flämischen Maler Gillis van Valckenborch (1570-1622).

  Es ist eines der hervorstechenden Bilder einer wunderschönen und in ihrer Fülle wohl einzigartigen Ausstellung über jene Periode in den

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige