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Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 06/04 vom 04.02.2004

LITERATUR Mit gleich zwei Romanen dringt Stewart O'Nan ins Herz der Finsternis Amerikas vor - und trifft dabei auf ganz alltägliche Leute. 

Raub, Mord, Totschlag, Unfälle, Seuchen, Brandkatastrophen ... In den gut zehn Jahren, die vergangen sind, seitdem Stewart O'Nan mit seinem Debüt "Engel im Schnee" (1993) den Faulkner Prize gewann und eine der beachtlichsten Schriftstellerkarrieren der jüngeren amerikanischen Literatur begann, hat sich der 1961 in Pittsburgh geborene Autor sein eigenes Terrain abgesteckt. Es ist mit Leichen übersät, auch wenn die Zahl der Toten auch durchaus mal im einstelligen Bereich bleiben darf. Aber der ehemalige Flugzeugingenieur und Student der Literaturwissenschaft ist ein derartig fleißiger Schreiber, dass auch ohne seine voluminöse Recherche "Der Zirkusbrand" (2003) und ohne seinen historischen Roman über eine Scharlach-Epidemie ("Das Glück der anderen", 2001) einiges zusammenkommt.

  O'Nan ist so etwas wie der Stephen King der Hochliteratur, und


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