NÜCHTERN BETRACHTET

Alle Menschen müssen auf den Topf

Kultur | aus FALTER 06/04 vom 04.02.2004

Blutsverwandten versichert, dass ich das Thema keineswegs des zarten Kitzels etwaiger exquisiter Exzesse wider den guten Geschmack wegen bis Pfingsten auswalzen möchte, aber eine gewisse Gründlichkeit ist in Sachen städtischen Scheißens allemal angezeigt. Die schreckliche Erfahrung blitzgleich einschlagender Notdurft einigt alle Menschen, ob sie nun Bierversilberer oder Bundespräsidentschaftskandidatin, Tapirtrainer oder Terroristin sind. Nun kann man sich in der Großstadt aber in den seltensten Fällen einfach in die Büsche schlagen, um dort schnell und ungesehen sein Geschäft zu erledigen; andererseits ist das Dungabschlagen auf offener Straße sehr zu Recht in das schiefe Licht einer sanitären Fragwürdigkeit geraten, der zugleich der Hautgout des säuischen Benehmens anhaftet. Sogar Terroristen schießen eher wildfremde Menschen nieder, als dass sie auf die Straße scheißen (verkehrte Welt!). Aus diesem Grund gibt es Toilettanlagen, die von der öffentlichen Hand finanziert


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