DIE WELT DES BERT H.

Rituale und Gläubige

Stadtleben | aus FALTER 06/04 vom 04.02.2004

Es gibt mehr als hundert Bücher und zahllose Videos von und zu Bert Hellinger. "Der Wille zum Schicksal. Die Heilslehre des Bert Hellinger" liefert die längst fällige kritische Auseinandersetzung mit dem "Familien- und Organisationsaufstellen nach Bert Hellinger" - mit dem Verfahren, den Versprechungen, den Risken, dem dahinter stehenden Weltbild. Es sammelt Beiträge von zwei Dutzend Autoren, die das Treiben der Hellinger-Szene seit Jahren und mit wachsender Sorge beobachten. Sie versuchen, der Welt Hellingers auf den Grund zu gehen: Was macht den ehemaligen Afrika-Missionar dermaßen erfolgreich? Warum findet seine Methode gerade in der Esoterikszene so großen Anklang? Warum beging 1997 eine Frau und vierfache Mutter nach einer seiner Familienaufstellungen Selbstmord? Das Motto der Autoren stammt dabei von Carl Sagan: "Es ist durchaus eine Tugend, die Augen offen zu halten angesichts neuer Ideen. Allerdings nicht so weit, dass das Hirn herausfällt."

Colin Goldner: Der Wille zum Schicksal. Die Heilslehre des

Bert Hellinger. Wien 2003

(Ueberreuter). 300 S., E 22,95


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