StadtMensch

Stadtleben | aus FALTER 06/04 vom 04.02.2004

Diese Frau ist ein Elementarereignis. Ziemlich einzigartig ist auch die Geschichte, wie Annika Krump, 33, zu "Palma Kunkel", zur "Handtaschenträgerin" und schließlich, ganz aktuell, zur "Juliette" aus dem "Grünen Kakadu" im Theater in der Josefstadt wurde. 1993 war es, da fand Krump in Berliner Müll ein Akkordeon. Heute sagt sie: "Das war ein heftiger Wink des Schicksals, also wurde ich Akkordeonspielerin." Krump absolvierte einige Ausbildungen (Seiltanz, Singende Säge) und mutierte zu den Kunstfiguren Palma Kunkel (zehn Jahre alt, singt gern Morgensterns "Galgenlieder", wird auch "singende Tellermiene" genannt, hat bereits fünf Solos), Handtaschenträgerin (verweigert jede Auskunft übers Alter, interpretiert Urwienerisches wie Rühm, Bayer, Okopenko) und der Josefstädter-Juliette. Im Frühjahr erscheint "Lalu", 21 neu vertonte "Galgenlieder". Frau Palma, die gnadenlose Sängerin, wird darin die gesunde Schizophrenie pflegen, in Titeln wie etwa: "Gespräch einer Hausschnecke mit sich selbst". Infos: www.tellermiene.de Wo. P.


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