TIER DER WOCHE

Kehllaute


PETER IWANIEWICZ
Stadtleben | aus FALTER 06/04 vom 04.02.2004

Diese Woche feiern etwa eine Milliarde Menschen in aller Welt den höchsten islamischen Feiertag: das Opferfest. Id-ul-adha nennen es arabisch sprechende Moslems, in der Türkei heißt dieser Festtag Kurban Bayram. Am zehnten Tag des zwölften Monats des Mondkalenders während der Hadsch, der Pilgerfahrt nach Mekka, gedenken die Gläubigen des Propheten Ibrahim, der bereit war, seinen Sohn Ismail - nicht Isaak wie in der christlich-jüdischen Tradition - auf Befehl Gottes zu opfern. Doch dieser schickte im letzten Moment den Erzengel Cebrail (Gabriel), der Ismael gegen einen Schafsbock austauschte. Zu den religiösen Handlungen anlässlich dieses Tages gehört es, dass jede Familie ebenfalls ein unversehrtes Tier schlachtet. Das Fleisch sollte dabei zu je einem Drittel an Arme und Bedürftige, an Freunde und Verwandte und an die eigene Familie verteilt werden.

So weit, so gut, doch dann kollidieren weltliche und religiöse Interessen. Denn die rituelle Schlachtung, das Schächten, verlangt,

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