Nachsicht aller Taxen

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 07/04 vom 11.02.2004

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Es ist ein Wunder, an dem man sich nicht recht freuen kann: Karl-Heinz Grasser ist noch im Amt. 

Was ich jungen Kollegen gerne sage: Man soll ganz vorsichtig sein mit seinem Urteil. Wenn man jemand angreift, sollte man überlegen, ob man ihn genauso attackieren würde, wäre er ein Gesinnungsgenosse, ja ein Freund. Sich fragen, ob man vielleicht von jemandem eingespannt wird, dessen Interessen man befördert, ohne es zu merken. Einen Schritt zurücktreten, das Gewicht der Tat abwägen, überlegen, was für den Täter spricht. Erst dann zu einem Urteil kommen.

  Was spricht für Karl-Heinz Grasser? Außer der Unschuldsvermutung verdammt wenig. Seinen Appeal hat er zu sehr zum Zentrum seiner Politik gemacht, als dass er noch jemanden für sich einnehmen könnte. Der Charme ist die Botschaft, das reicht für einen Finanzminister wohl kaum. Was hinter Grasser steckt, weiß man nicht genau. Seine gebetsmühlenartig ständig wiederholte Parole "Mehr privat, weniger


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