Avanti, dilettanti!

Vorwort | NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 07/04 vom 11.02.2004

KOMMENTAR Warum Ariel Muzicant übertrieben hat - aber mit seiner Schelte für Europa absolut im Recht ist. 

Da ging letzte Woche wieder einmal vielen das Geimpfte auf: Mitten in die traute Rabbinerkonferenz in Wien, zu der sogar EU-Kommissionspräsident Romano Prodi eigens eingeflogen war, platzte die Nachricht aus Jerusalem. Dort hatte Ariel Muzicant, Präsident der Wiener Kultusgemeinde, am Rande einer Tagung des Europäischen Jüdischen Kongresses erklärt: "Die Juden sind wieder Freiwild in Europa", besonders in den kleinen jüdischen Gemeinden werde überlegt, ob man die Heimat verlassen solle. Und: "Wie lange müssen wir es uns noch gefallen lassen, dass unsere Kinder auf dem Schulweg bespuckt werden?", bohrte Muzicant.

  Mehr hat es nicht gebraucht. Tags darauf hagelte es in der Kultusgemeinde wütende Protestanrufe. Was da so alles in den Hörer geplärrt wurde, kann man sich ungefähr zusammenreimen. Der Chefredakteur der Presse qualifizierte Muzicants Wortmeldungen als "überdrehte

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