Lokomotive USA

Vorwort | MARKUS MARTERBAUER | aus FALTER 07/04 vom 11.02.2004

KOMMENTAR Die EU bleibt wirtschaftlich erneut hinter den USA zurück. Kann oder will Europa nicht wachsen? 

US-Finanzminister John Snow demonstrierte beim Gipfel der großen Industrieländer am letzten Wochenende Selbstbewusstsein. Die Wirtschaftskrise ist überwunden, Unternehmen und Haushalte sind wieder optimistisch, und langsam beginnt sogar die Arbeitslosigkeit zu sinken. Die Europäer hingegen sind einmal mehr im Hintertreffen. Der Konjunkturaufschwung will nicht so recht in Gang kommen, die Arbeitslosigkeit steigt weiter. Warum haben die USA schon wieder die Nase vorn?

  Unisono sehen alle US-Ökonomen den Hauptgrund in der aktiven Wachstumspolitik. Vor allem die Budgetpolitik hat mit einer massiven Ausweitung des Defizits die Nachfrage von Haushalten und Unternehmen gestärkt. Im Jahr 2000 gab es noch einen Budgetüberschuss, heuer wird das Defizit infolge von Steuersenkungen und Erhöhungen von Staatsausgaben 600 Milliarden Dollar erreichen. Die Steuerentlastung durch die Regierung


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