DOLM DER WOCHE

G. Wielinger

Politik | aus FALTER 07/04 vom 11.02.2004

Ein hoher steirischer Beamter soll eine Sekretärin immer wieder begrapscht und peinlich angequatscht haben. Dafür wurde der Beamte nur versetzt, sonst passierte ihm nichts. Und seinem Chef, Landesamtsdirektor Gerhart Wielinger, fiel dazu nichts Besseres ein als: "Es kommt halt auch vor, dass das Bett als Aufstiegshilfe gesehen wird." Wielinger unterstellte der Sekretärin also, sie habe freiwillig mitgemacht, um der Karriere willen. Das Opfer wird zur Täterin. Doch halt! Wielinger hat sich entschuldigt. Er habe nur aufzählen wollen, welche "Formen und Motive der sexuellen Begegnungen in einer Großorganisation" es gebe. Mit dieser Erklärung macht Wielinger die Sache auch nicht besser. Er assoziiert sexuelle Belästigung automatisch mit freiwilligen Beziehungen. Weil die Frauen, diese Schlampen, es doch eh irgendwie auch immer gewollt haben?


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