Paradies im Ghetto

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 07/04 vom 11.02.2004

ASYL Eine Vergewaltigung in Traiskirchen verunsichert Asylwerberinnen. In einem speziellen Frauenhaus sollen sie sich nun sicherer fühlen. 

Am Vormittag: Deutschkurs. Am Nachmittag: kreatives Gestalten mit einer Psychologin und Entspannungskurse. Dazu Kochnischen für alle, die das Lageressen nicht wollen, eine Waschküche und frische Bettwäsche. Bei größeren und kleineren Problemen helfen Sozialarbeiterinnen, und wer sich krank fühlt, wird zum Arzt gebracht. Zusätzlich gibt es hie und da auch Geschrei im Haus acht im Flüchtlingslager Traiskirchen. "Hier leben viele durch Flucht oder Kriegserlebnisse traumatisierte Frauen aus verschiedenen Kulturen, mit unterschiedlichen Sprachen und Gewohnheiten auf engem Raum. Da kann es schon mal vorkommen, dass wir den einen oder anderen Streit schlichten müssen", erzählt die Psychologin.

  Seit kurzem finden Frauen, die alleine oder mit Kindern nach Österreich geflüchtet sind, im Haus acht in Traiskirchen Unterschlupf. Der Bedarf ist enorm:


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