Die Welt da draußen

Politik | JULIA ORTNER | aus FALTER 07/04 vom 11.02.2004

FLÜCHTLINGE Sie mussten fliehen und haben noch Glück gehabt: Asylwerber, die nicht in Traiskirchen landen, sondern im Wiener Integrationshaus. Einer Zwischenstation, von der aus auch Familie Stojkov ein normales Leben beginnen konnte .

Neunundfünfzig Quadratmeter Altbau im zweiten Bezirk, mit einer eigenen Haustür zum Hintersichzumachen. Nicht selbstverständlich für einen Flüchtling wie Slavomir Stojkov. Vor einem Jahr ist der 42-Jährige mit seiner Frau und den drei Kindern in die erste eigene Wohnung seines zweiten Lebens gezogen - seines Lebens in Wien. Davor hat die Roma-Familie, die aus ihrer ehemaligen Heimat, der Vojvodina, fliehen musste, zwei Jahre lang im Integrationshaus gewohnt. "Wir waren ganz unten, als wir angekommen sind", sagt Stojkov, ein kämpferischer Mann mit dunklem Schnurrbart. Dann bekamen sie ein Zimmer mit Eisschrank, Kochplatte und Abwasch, die Duschen am Gang haben sie mit anderen Familie geteilt. Kein luxuriöses Leben, aber ein behütetes. "Wenn es nötig


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