KNAPPE FINANZEN

Integration in Not

Politik | aus FALTER 07/04 vom 11.02.2004

Das Jahr 2004 begann für das Integrationshaus mit einer ordentlichen Katerstimmung: "Dieses Jahr werden wir vom Innenministerium 135.000 Euro weniger bekommen", sagt Andrea Eraslan-Weninger, Geschäftsführerin des Integrationshauses. An die 2,5 Millionen Euro braucht das Haus alleine 2004, um alle Projekte weiterzuführen, mindestens 600.000 Euro müssen durch Spenden aufgebracht werden. Schon im Vorjahr bekam die Hälfte der etwa 130 Integrationshausbewohner - etwa ein Drittel davon sind Kinder - keinerlei staatliche Unterstützung, und nur 27 Asylwerber erhielten Bundesbetreuung. Für die Unterbringung, Verpflegung und medizinische Versorgung der Hälfte aller Bewohner bis hin zu Kleinigkeiten wie Zahnbürsten oder Straßenbahntickets musste das Integrationshaus selbst das Geld zusammenkratzen. Zusätzlich strich das Ministerium im Jahr 2003 die Unterstützung bei Personalkosten, was die Kürzung von vier Mitarbeiterstellen zur Folge hatte. Mit dem Flüchtlingsball möchte das Integrationshaus sein knappes Budget ein bisschen auffetten. Letztes Jahr lag der Reinerlös bei 50.000 Euro.


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