Kommentar

Wer braucht eigentlich das Ronacher?

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 07/04 vom 11.02.2004

Der Theatermacher und Hitlerdarsteller Hubsi Kramar ist empört. Das ist zwar ein bisschen sein Job, aber man kann den Mann schon verstehen: Im Bereich der freien Theater werden einzelne Projekte - im Rahmen einer von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny initiierten Reform der Off-Theater-Förderung - gekürzt, die Szene betrachtet sich generell als unterdotiert, und den Vereinigten Bühnen Wiens werden, wenn man's mozartisch formulieren will, die Millionen nur so in den Arsch geblasen.

Insgesamt vierzig Millionen Euro mehr sollen Raimundtheater, Ronacher und Theater an der Wien ab 2007 bekommen - 21,6 davon gehen an das in ein Opernhaus umgewidmete Haus an der Wienzeile, 18,4 an die beiden Musicalbühnen. In einem offenen Brief an die "Sehr geehrten Herren Sozialdemokraten" kritisiert Kramar, dass "für einen durch und durch kommerziell durchgestylten Betrieb gigantische Steuermittel lockergemacht werden". Dabei ist es mit den Subventionen für den laufenden Betrieb der Vereinigten Bühnen,


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