Der Panzerknacker

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 07/04 vom 11.02.2004

KUNST Der umstrittene Wiener Aktionist Otto Muehl kommt in gleich zwei Wiener Museen zu späten Ehren. Heute lebt er inmitten einer kleinen Kommune an der Südküste von Portugal. Eine Reise in das Freilichtmuseum einer sozialen Utopie. 

Wo Hunde bellen, können Menschen nicht weit sein. Hinter der Algarveküste südlich der portugiesischen Stadt Faro ziehen sich Orangenplantagen und Mandelbaumhaine bis zum Macchiagürtel hoch; dann wird die Gegend einsamer, das Hundegebell seltener. Hier geht das reiche, touristische Küstenland ins trockene Landesinnere über. Schmale Feldwege führen zu den vereinzelten Bauernhäusern. Die Namensschilder der Postkästen verraten, wer die neuen Herren dieser Zwischenregion sind. "Mr. Robert Brown" steht auf einer Postbox, "Villa Karin" auf der nächsten.

  In der Vivenda Miradouro wohnt der Haifischmaler. Der 79-jährige Wiener Künstler Otto Muehl hat sich nach seiner Entlassung aus der Justizvollzugsanstalt Stein in Krems 1998 hier niedergelassen.


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