KUNST UND KOMMUNE

"Am besten war Muehl allein"

Kultur | aus FALTER 07/04 vom 11.02.2004

Der Wiener Historiker und Kunstkritiker Robert Fleck, 46, kam durch einen Zufall auf die Idee, ein Buch über die Muehl-Kommune zu schreiben. Der neu designierte Leiter der Hamburger Deichtor-Hallen besuchte des Öfteren mit Gästen den Friedrichshof im burgenländischen Zurndorf, um auf die von der Kommune zusammengetragene Sammlung des Wiener Aktionismus aufmerksam zu machen. Sie drohte nach dem Ende der kollektiven Lebensgemeinschaft auseinander gerissen zu werden. Die Erzählungen der verbliebenen Kommunarden fand Fleck so interessant, dass er mitzuschreiben begann. Auch wurde ihm Einblick in das Archiv der Kommune gewährt. Muehl selbst ist von dem Buch sehr enttäuscht.

Falter: Haben Sie Muehls Freundschaft missbraucht, wie er es Ihnen vorwirft?

Robert Fleck: Ich habe nichts Hinterfotziges gemacht, sondern aufgeschrieben, was ich im Archiv gefunden habe. Ich glaube nicht, dass das Buch Muehl Unrecht tut. Er ist jemand, der sich nur vorstellen kann, dass jemand für ihn oder gegen ihn


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige