Teenagewhore forever

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 07/04 vom 11.02.2004

MUSIK Courtney Loves spätes Solodebüt ist wie die Sängerin selbst: schwierig, aber gut. 

Wer sich am öffentlichen Verfall von Berühmtheiten aufgeilt, dürfte mit Amercia's Sweetheart' mehr Spaß haben als mit einem Osbournes-Marathon", urteilt das amerikanische Rolling Stone in einer vernichtenden Kritik über Courtney Loves langerwartetes Solodebüt. Das einzig gute Riff der Platte erinnere frappant an "Smells Like Teen Spirit", meint der Kritiker noch und wärmt damit einmal mehr den sexistischen Vorwurf auf, wonach Courtney Loves Karriere lediglich auf ihrer Beziehung zum Nirvana-Frontman Kurt Cobain beruhe.

  Künstlerisch ernst genommen wird die 41-jährige Sängerin, Songwriterin und Gitarristin hingegen ausgerechnet vom Playboy, der ihre Platte mit fünf von fünf möglichen Punkten als "Klassiker" bewertet: "Wenn du von Courtney die Schnauze voll hast, wirst du vermutlich alles hassen, was sie macht", schreibt das Männermagazin. "Streichst du aber ihren Namen vom Cover,

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