Ende mit Espresso

Kultur | KLAUS KASTBERGER | aus FALTER 07/04 vom 11.02.2004

LITERATUR Die kürzeste Hochzeitsreise der Weltliteratur in einem großen Roman über die Liebe: Die "Reise im Mondlicht" des ungarischen Autors Antal Szerb ist zur Wiederentdeckung freigegeben. 

Das Buch beginnt dort, wo einen die Liebe im besten Fall hinführt: in einem Gässchen in Venedig. Vorher, in der Eisenbahn, ging noch alles gut. Mihály und Erzsi sind von Budapest aus in die Stadt aller Hochzeitspaare aufgebrochen. Sie - das ist eine gestandene Frau, die für ihre neue Liebe einen sehr reichen und sehr väterlichen Ehemann verlassen hat. Er - das ist ein romantischer Träumer, der noch immer seiner Liebe zu einem weltabgewandt lebenden Geschwisterpaar nachhängt, in dessen symbiotischen Kreis er in jungen Jahren geraten war.

  Bis heute ist sich Mihály unsicher, von welchem der beiden Geschwister er mehr angezogen war: Von dem todessehnsüchtigen und hochintellektuellen Tamás oder seiner wunderschönen und nicht weniger intellektuellen Schwester Éva - beide zusammen ein


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