Homo Naber

Stadtleben | FLORIAN HOLZER | aus FALTER 07/04 vom 11.02.2004

NEUES LOKAL In einer ehemaligen Filiale der Wiener Traditionsrösterei Naber machte ein Werber eine Weinbar auf.

Er hätte gerne, dass es ein Geheimtipp bleibe, meint Thomas Diezl, und so störe es ihn auch überhaupt nicht, dass die Schönbrunner Straße jetzt vielleicht nicht der hippste und frequentierteste Platz ist, an dem man eine schöne und gut ausgestattete Weinbar hinstellen kann. Außerdem wohne er gleich ums Eck und hätte so überhaupt erst mitbekommen, dass die alte Naber-Filiale geschlossen wurde, erzählt er, "und wennst da dann nichts drausmachst, g'hörst sowieso b'straft". Dazu kam, dass ihm sein Job als Anzeigenverkäufer für News ohnehin schon ziemlich zum Hals heraushing und dass er sich die letzten zehn Jahre auch schon ziemlich intensiv mit Wein beschäftigt, entsprechende Messen besucht und Kontakte geknüpft hatte.

Wenn man jetzt glaubt, dass Wein und das Design eines kleinen Kaffeegeschäftes aus den Sechzigerjahren aber doch irgendwie nicht so recht zusammengeht


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