Als Bettlektüre ungeeignet

GERHARD STÖGER | Medien | aus FALTER 08/04 vom 18.02.2004

ZEITSCHRIFT Das durchgedrehte Wiener Fanzine "monochrom" ist zu einem telefonbuchdicken Kompendium angewachsen.  

Das monochrom-Büro im MuseumsQuartier wirkt derzeit noch enger und chaotischer als sonst - und es riecht auch anders. Verantwortlich dafür sind 2500 Stück des neuen Print-monochrom, das mit 436 gebundenen (aber unnummerierten) A4-Seiten endgültig nicht mehr nur inhaltlich, sondern auch formal vom gängigen Zeitschriftenbild abweicht.

  Im Unterschied zu anderen Medien ist "Vorsicht, explosiv!" hier auch kein Werbegag, sondern durchaus wörtlich gemeint: Am Tag der Lieferung habe die insgesamt über drei Tonnen schwere Mischung aus frischem Leim und Druckerschwärze für akute Übelkeitsanfälle im engen Büro gesorgt, erinnert sich der Herausgeber Johannes Grenzfurthner: "Wir haben uns dann mehrere große Ventilatoren besorgt und ein striktes Rauchverbot verhängt, damit das Ding nicht in die Luft fliegt."

  Erstmals erschienen war monochrom 1993 als schmales, handkopiertes

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