Kommentar

Vereinigte Bühnen: Sind so viele Häuser

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 08/04 vom 18.02.2004

Dreißig Millionen fürs Mozartjahr, dreißig bis vierzig Millionen für den Umbau des Ronachers und eine Verdoppelung des Budgets der Vereinigten Bühnen auf dreißig Millionen Euro - wer so viel Geld für die Kultur aufstellen kann, muss eine gute Nachred haben. Ist aber nicht so. Denn bislang hat sich der Wiener Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (siehe Interview auf Seite 22) mit dieser von Finanzstadtrat und Bürgermeister unterstützten Füllhornaktion nicht viele Freunde gemacht.

Die Opposition wirft ihm einhellig orientierungslose Gigantomanie vor, Staatsoperndirektor Ioan Holender stößt, von Medienkartellmagazinen, Funk und Fernsehen im Stundentakt darum gebeten, ins gleiche Horn, die freien Theatergruppen fühlen sich auch schofel behandelt, und die Architektengruppe Coop Himmelb(l)au, die seinerzeit den Wettbewerb für einen dann doch abgeblasenen Ein-Milliarden-Schilling-Umbau des Ronacher betraut wurde, ist vergrätzt, weil ihr Wissen um die Nachteile und Chancen des Hauses


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