ANDREAS MAILATH-POKORNY IM INTERVIEW

"Die Qualität muss für sich sprechen"

Kultur | aus FALTER 08/04 vom 18.02.2004

Mit der Entscheidung, die im Besitz der Stadt befindlichen Vereinigten Bühnen Wien neu zu ordnen, hat Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny eine Weichenstellung vorgenommen: Das Theater an der Wien wird in Zukunft hauptsächlich mit Oper bespielt, Raimundtheater und Ronacher werden als Stätten für Musical und andere Formen zeitgenössischen Musiktheaters genutzt werden. Der Falter sprach mit Mailath-Pokorny über die Gründe, Kosten und Ziele der Neuordnung.

Falter: Für die Kultur wird in letzer Zeit wieder viel Geld "in die Hand genommen". Woher der plötzliche Geldsegen?

Andreas Mailath-Pokorny: Der Umstand, dass die Stadt dieses Geld bereitstellt, ist ziemlich einmalig, denn in Europa - von anderen Kontinenten ganz zu schweigen - ist es mit dem öffentlichen Bekenntnis zur Kultur und der entsprechenden finanziellen Ausstattung nicht sehr weit her.

Dennoch ist es nicht ganz unverständlich, wenn sich Kulturschaffende aus der freien Szene darüber beschweren, dass bei ihnen jeder Euro


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