Kidman im Kuhstall

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 08/04 vom 18.02.2004

FILM Stars ohne Sternstunde: Robert Bentons biedere Verfilmung von Philip Roths Roman "Der menschliche Makel". 

Literaturverfilmungen sind ein Problem - für diejenigen, die das Buch gelesen haben. Unweigerlich wird man, was bei und nach der Lektüre vorm geistigen Auge stand, mit der Projektion auf der Leinwand vergleichen - und das kann schlecht ausgehen für den Film.

  Wer Philip Roths gar nicht einmal so dicken, aber um so gewichtigeren Roman "Der menschliche Makel" ("The Human Stain", 2000) gelesen hat, weiß, dass er zu jener raren Sorte von Büchern gehört, die sich im Kopf des Lesers breit machen. Die knapp zweistündige Verfilmung hingegen hat so gar nichts Episches an sich. Nichts spricht gegen 112-Minuten-Filme, aber irgendwie hat man das Gefühl, dass Robert Bentons Adaption zu klein ist für diesen Stoff.

  "Der menschliche Makel" erzählt die Geschichte von Coleman Silk, einem 71-jährigen Professor für klassische Literatur, der sich durch eine harmlose Bemerkung dem


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