Alles Quetschn!

KLAUS TASCHWER | Kultur | aus FALTER 08/04 vom 18.02.2004

MUSIK Zum fünften Mal findet heuer das Akkordeonfestival in Wien statt. Die erfolgreiche Konzertreihe ist auch für die heimische Musikszene ein Glücksfall.

Ganz ausgelöscht ist sie immer noch nicht, die Erinnerung an die schauerlichen Akkordeonchöre der heimatlichen Musikschule, irgendwann Ende der Siebzigerjahre: Unschuldige Volksschüler, die aus ihren viel zu großen Instrumenten im Kollektiv heimische Volkslieder drücken und ziehen mussten. Damals war die "Quetschn" definitiv out; zwischen den Klängen des Instruments und dem, was man tatsächlich hörte, klafften musikalische Abgründe. Kaum ein Vierteljahrhundert später ist das Akkordeon zu einem veritablen Modeinstrument geworden - und das trotz zweifelhafter Galionsfiguren wie Wolfgang Schüssel oder Hansi Hinterseer.

  Obwohl er selbst nicht in die Tasten greift bzw. ihre Knöpfe bedient, hat Friedl Preisl hierzulande einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Emanzipation der Ziehharmonika geleistet. Bereits zum fünften Mal

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