Mann aus Stahl

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 08/04 vom 18.02.2004

LITERATUR Schon wieder ein Jungstar aus den USA: Mit seinem Roman "John Henry Days" liefert Colson Whitehead ein detailliertes Panorama schwarzer amerikanischer Geschichte und Gegenwart. 

Auch wenn mit vollen Hosen leicht stinken ist - über einen Mangel an Aufmerksamkeit darf sie sich gewiss nicht beschweren -, so fällt doch auf, mit welcher Verlässlichkeit und Kontinuität die US-Literatur neue Talente produziert. Während die großen alten Herren wie John Updike oder Philip Roth literarisch noch gut in Saft und Futter stehen, reüssiert am krisengeschüttelten deutschsprachigen Buchmarkt jedes Jahr ein neuer amerikanischer Schriftsteller - ob er nun Jonathan Franzen, Jeffrey Eugenides oder David Foster Wallace heißt.

  Der jüngste Anwärter auf den "Shooting Star der Saison" ist der 1969 in New York geborene Colson Whitehead. Dem Harvardabsolventen könnte mit "John Henry Days" (im Original 2001 erschienen), seinem zweiten Roman nach "Die Fahrstuhlinspektorin" (2000), auch bei


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