Rimbaud und Rambo

WOLFGANG KRALICEK | Kultur | aus FALTER 08/04 vom 18.02.2004

THEATER Kleine Ursache, große Wirkung: Dramolette von Antonio Fian im Volkstheater. 

Das Pausenfoyer des Volkstheaters ist ein ebenso prunkvoller wie ungemütlicher Raum, in dem man sich schon in der Pause eher unwohl fühlt. Seit einigen Jahren wird das Rondeau spätabends auch noch als Nebenspielstätte ("spielbar") genutzt, wobei es die dort gezeigten Produktionen entsprechend schwer haben. Für die Dramolette des Antonio Fian aber scheint der merkwürdige Spielort wie geschaffen: Obwohl sie wie Theatertexte aussehen, würde man nicht unbedingt auf die Idee kommen, sie aufzuführen.

  Die szenischen Miniaturen, die der 47-Jährige seit fast zwanzig Jahren hauptsächlich in Zeitungen - darunter erfreulicherweise auch im Falter - veröffentlicht, sind zunächst satirische Glossen zum aktuellen Zeitgeschehen. Häufig arbeitet Fian mit Originalzitaten, die auf der Bühne seiner kunstvoll montierten Minidramen erst ihre ganze Absurdität entfalten; auch die Publikation eines Dramentextes

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